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OJA-Jugendfestival: Musik, Begegnung und Mitgestaltung im Planet5

Rund 260 Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich am 6. Juni 2026 im Planet 5 zum Jugendfestival der Offenen Jugendarbeit Zürich. Als gemeinsames Projekt aller OJA-Standorte bot der Anlass nicht nur eine Bühne für ihre eigene Musik, sondern auch die Gelegenheit, sich standortübergreifend zu begegnen.

Von 17 Uhr bis Mitternacht standen am Abend des 6. Juni Hip-Hop, R&B und Rap im Mittelpunkt. Das musikalische Programm war in drei Blöcke gegliedert. Den Auftakt machten junge Künstler*innen, darunter auch Jugendliche, die in den Tonstudios der OJA ihre ersten musikalischen Erfahrungen sammeln. Für viele von ihnen war es die erste Gelegenheit, vor Publikum aufzutreten. Im zweiten und dritten Block präsentierten sich junge Erwachsene, die bereits über erste Bühnenerfahrung und Bekanntheit verfügen oder bereits in der Szene etabliert sind. «Während der Auftritte herrschte durchwegs eine sehr friedliche Stimmung», erzählt Silvan Maier, Co-Leitung OJA Mitte und Co-Projektleitung des Jugendfestivals. «Alle unterstützten einander und sorgten für eine positive Atmosphäre.»

Neben den Konzerten bot das Festival verschiedene Kreativangebote. An zwei Ständen konnten Besuchende mit Henna ihre Hände verzieren oder Schlüsselanhänger mit Schmuckperlen herstellen. «Dieses Angebot wurde vor allem von Mädchen genutzt. Dabei kamen viele miteinander ins Gespräch und knüpften neue Kontakte», erzählt Maja Hernandez, Co-Leitung OJA Nord und ebenfalls Co-Projektleitung des Events.

Über ein Jahr gemeinsame Planung

Moderiert wurde das Festival von jungen Erwachsenen aus der Betriebsgruppe des Planet5. Sie waren bereits seit Beginn des Projekts eng in die Planung eingebunden. «Sie sind inzwischen junge Profis», betont Maja Hernandez. Die Vorbereitungen für das Festival begannen bereits über ein Jahr vor der Durchführung.

Trotz Rückschlägen – unter anderem weil für einen ursprünglich geplanten Aussenstandort keine Bewilligung erteilt wurde – blieb dieses Organisationsteam motiviert, sodass das Jugendfestival schliesslich im Planet5 stattfinden konnte. Begleitet wurde die Gruppe von Sevin Güden, Jugendarbeiterin OJA Mitte und Verantwortliche des Tonstudios Sihlfeld, und Özgür Temirci, Jugendarbeiter OJA Nord.

Mitgestaltung auf und neben der Bühne

Nicht nur junge Erwachsene aus der Betriebsgruppe brachten sich in der Planung ein, auch Jugendliche aus den verschiedenen Quartieren konnten sich aktiv beteiligen. «Die Partizipation vor dem Jugendfestival war bei der Gestaltung des Line-ups möglich», erzählt Silvan Maier. «Jugendliche hatten über verschiedene Kommunikationskanäle die Möglichkeit, sich selbst für einen Auftritt zu melden oder Künstler*innen vorzuschlagen. So wurde das Jugendfestival auch wirklich zu ihrem Anlass.»

Nicht nur auf der Bühne, sondern auch neben der Bühne war das Engagement von Jugendlichen gross. «Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Jugendliche sehr gut eingebunden werden können, wenn der Zeithorizont der Planung nicht allzu lang ist», erklärt Maja Hernandez. Sie übernahmen am Jugendfestival deshalb kurzfristiger planbare Aufgaben, wie den Betrieb eines Hot Dog-, eines Crèpe-Standes und der Bar. In der Küche kochten junge Erwachsene zudem afghanische Gerichte, die auf grossen Anklang stiessen. «Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiteten sehr engagiert und selbstständig», so die Co-Leitung OJA Nord.

Ein Anlass, der verbindet

Das Jugendfestival war nicht nur für die Besuchenden der unterschiedlichen Quartiere der Stadt verbindend, sondern auch für die Mitarbeitenden der OJA. «Für uns war es sehr schön, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und noch enger zusammenzuarbeiten», sagt Maja Hernandez. Das Jugendfestival brachte nicht nur Jugendliche aus verschiedenen Quartieren zusammen, sondern stärkte auch die standortübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der OJA.

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